Info: 01:15

Ihr befindet euch korrekt in der Phase 'Casting'. Die Rollen Fallerzählung (Sebastian), Zeitwächterin (Fiona) und Moderation werden klar verteilt. Das Vorgehen entspricht dem Rahmen. Sobald alle Rollen feststehen, folgt nahtlos die 'Spontanerzählung'.

Info: 06:12

Die Casting-Phase wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Rollen (Moderation: Bettina, Fallerzählung: Sebastian, Zeitwächter: Fiona, Berater:innen, Prozessbeobachter) sind klar verteilt und bestätigt.

Info: 06:12

Moderatorin Bettina hat klar zur Spontanerzählung übergeleitet. Sebastian schildert nun den Fall frei und chronologisch. Bitte bleibt in dieser Phase zunächst bei der reinen Fallbeschreibung, ohne schon nach Lösungswegen zu suchen oder zu unterbrechen.

Info: 11:38

Die Spontanerzählung verläuft strukturiert. Sebastian erzählt den Fall frei, ohne dass Berater:innen vorzeitig einsteigen. Bettina (Moderator:in) leitet am Ende passend zum Abschluss, um nahtlos in die Schlüsselfrage übergehen zu können. So bleibt der Rahmen gewahrt.

Info: 16:06

Die Spontanerzählung durch Sebastian ist strukturiert und umfassend abgeschlossen. Der Rahmen wurde gut eingehalten.

Info: 16:06

Die Schlüsselfrage wurde erfolgreich präzisiert. Der Fokus auf die Funktion des Provokationsverhaltens von Julien ist klar und fördert die Beratung.

Info: 16:06

Die Gruppe wechselt korrekt zur Methodenwahl. Bitte besprecht nun kurz, ob der Vorschlag 'Hypothesenentwicklung' für alle passend ist oder ob ergänzend andere Methoden diskutiert werden sollen.

Info: 21:08

Die Gruppe ist erfolgreich in die Beratunsphase übergegangen. Die Berater:innen entwickeln erste Hypothesen zum Anliegen von Sebastian und halten sich an den vereinbarten Fokus auf das Verständnis der Verhaltensauslösung.

Info: 21:08

Die Schlüsselfrage wurde von Sebastian eingebracht und von Moderatorin Bettina gemeinsam mit der Gruppe präzisiert. Der Fokus wurde sinnvoll auf die Frage nach der Funktion des Verhaltens verschoben, bevor nach konkreten Interventionen gesucht wird.

Info: 21:08

Die Methodenauswahl (Hypothesenentwicklung) wurde einvernehmlich getroffen. Bettina hat den Rahmen, die Regeln und die Haltung für diese Sequenz klar kommuniziert.

Info: 26:32

Die Berater:innen nähern sich der Schlüsselfrage angemessen mit der gewählten Methode. Der Fokus liegt korrekt auf dem Verstehen der Funktionsweise des Verhaltens ('Warum'), ohne vorschnell in Lösungsüberlegungen zu verfallen. So weiter.

Info: 34:48

Die Beratungsphase verläuft konstruktiv. Die Berater:innen entwickeln gezielt Hypothesen zur Schlüsselfrage und adressieren sich gegenseitig, was der Hypothesenmethode entspricht. Bettina hält den Rahmen und den Fokus professionell.

Info: 34:48

Der Übergang in die Abschlussphase wird korrekt eingeleitet. Sebastian wird gezielt nach Resonanzen und persönlichen Mitnahmen gefragt, was dem methodischen Ablauf entspricht.

Info: 47:14

Die Einbindung der Prozessbeobachtung hat die Reflexion der Gesprächsdynamik und Rollenklarheit erfolgreich abgeschlossen. Inhalt und Prozess wurden klar getrennt.

Info: 47:14

Die bewusste Komprimierung der ersten Phasen zugunsten der Hypothesenbildung hat funktioniert. Für künftige Runden empfiehlt sich, die Phasenwechsel noch expliziter verbal zu markieren.

Info: 47:14

Der Abschluss wurde strukturiert gestaltet: Resonanz von Sebastian, Einbindung der Prozessbeobachtung und klares Ende durch die Moderation. Der Rahmen wurde bis zum Schluss gewahrt.

DEMO - Deutsch

Bettina

00:05

Ja, ich begrüsse euch herzlich zur kollegialen Beratung. Wir haben ja das letzte Mal abgemacht. dieses mal die moderation übernehmen müssen wir das nicht mehr klären zuerst ich möchte aber Dann am nächsten Schritt bei euch die Rollen verteilen und beginne gerade mit der Falleingabe oder der Fallerzählung, wer von euch. hat einen Fall, respektive möchte den Fall heute einbringen.

Sebastian

00:36

Wenn es dir recht ist, würde ich das heute übernehmen. Sebastian übernimmt den. Fallgeber, Fallerzähler.

Bettina

00:43

Vielen Dank, Sebastian. Dann bräuchten wir eine Person, die für mich ein bisschen die Zeitwächterin, ein Zeitwächter... gespielt, damit ich ein bisschen unterstützt bin in der Moderation und mich auf die Moderation konzentrieren kann. Würdest du das machen? Ja,

Fiona

00:59

dann würde ich Fiona die Zeitwächterin sein.

Bettina

01:12

dann haben wir auch das letzte mal abgemacht dass Die Prozessbeobachterin ist heute. Das würde dann bedeuten, alle anderen sind Beraterinnen und Berater. Dann bitte ich alle der Reihe nach, nochmals, die einen haben es schon gemacht, aber den Namen zu sagen und die Rolle, das ist dann dir kein wichtig.

Casting

Thomas

01:36

Thomas Berater

Sebastian

01:38

Sebastian Fallgeber

Gorin

01:40

Gorin Beraterin

Thomas

01:42

Basil Berater

Fiona

01:44

Berlinda, Beraterin. Fiona, Zeitmanagerin.

Bettina

01:49

Martina, Beraterin. Bettina, Moderatorin.

Fiona

01:52

Und Martin, Prozessbeobachterin.

Bettina

01:57

Gut, besten Dank. Also, dann beginnen wir doch bei dir, Sebastian. uns zu erzählen was hast du uns mitgebracht

Sebastian

02:09

ja ich würde gerne den julien besprechen und etwas erzählen vom Lager, wie es dort gelaufen ist und aber auch noch anschließend ein bisschen Beobachtung aus dem Schulbereich. Ja, im Lager hatten wir eigentlich täglich provokatives Verhalten durch Julien, das auch an... in grenzverletzendes Verhalten übergegangen ist, Stufe 2, das heißt verbale Gewalt, die dort stattgefunden hat. Am Sonntag bei der Anreise im Zug klettert er im Zug oben auf dem Sitzen oben. Und die Anweisung von der Klassenassistentin von der Saya ignoriert er, geht also nicht darauf ein. Amunter provoziert er ununterbrochen einen Mitschüler, obwohl dieser... immer wieder sagt, er möchte es nicht mehr und seinen Stopp sagt, aber trotzdem geht er immer wieder über die Grenzen. Auch die Erwachsene interveniert, sie gebeten, kannst du bitte aufhören, da war ein Stopp, das möchtest du selbst. bleibt aber weiterhin provokativ. Im Bus, in der Busfahrt, in der anschließenden haben wir ihn dann schon ein bisschen separiert. Mit Erwachsenen nehmen ihn an und dann geht es los, dass er Schuhe auf dem Bussitz legt oder irgendwie klopft, irgendwelche laute Geräusche macht an die Wand. hämmert oder irgendwelche Diskussionen anfängt, dann von dem Lehrer wurde da mitgeteilt. dass er, wenn er jetzt nicht aufhört und stoppt, dass die Mutter kontaktiert wird. Daraufhin hat er dann eher sich emotional zurückgezogen, hat geschmollt. hat sich etwas von der Gruppe distanziert, ließ sich so ein bisschen hängen, da mussten wir wieder sagen, jetzt kommen wir wieder zurück in die Gruppe, wir laufen zusammen. Hat dann aber, wir haben ihn in Ruhe gelassen, er war dann ruhig und hat dann eigentlich den restlichen Tag ganz gut hingekriegt. Er hat auch selbst dann in dieser Phase irgendwann gemerkt, ja, das war nicht richtig und hat dann eigentlich das eingesehen, dass das respektlos war. dass das so eigentlich nicht geht. Dann am Mittwoch musste dann der Julian aufgrund des Verhaltens, das werden dann endlich übernommen, also wenn jemand sich so daneben benimmt, davon eine kleine extra Aufgabe übernehmen. Deswegen musste er das Spül endlich machen und da war er dann wieder sehr der Klassenassistentin sehr respektlos gegenüber. hat die sache nicht richtig gemacht und so weiter und danach gab es ein gespräch mit der lehrperson dass das wir jetzt definitiv die mutter anrufen wir hatten ihren tag vorher davon abgesehen weil es ja ich gut gemacht hat. Ich habe gesagt, jetzt rufen wir die Mutter an und falls das jetzt noch so weiter geht, weil das wäre ja dann mittlerweile schon der dritte Tag, würden wir allenfalls einen Ausschluss aus dem Lager in Betracht ziehen. Daraufhin haben wir auch die Leitung informiert, dass das allenfalls Thema sein würde. Und wir haben im Lagerteam besprochen, wie wir das machen könnten, wenn wir jetzt jemanden aus dem Tessin. ins Bad Sonntag zurückfahren müssten. Das hat funktioniert, das war Mittwochvormittag, den restlichen Mittwoch lief es dann gut. bis in die Nacht hinein. Er hat schon immer wieder Aufmerksamkeit gefordert, aber dann eher positiv, positive Aufmerksamkeit mit irgendwelchen Spielen machen und so. Er braucht eigentlich ständig schon irgendwie jemanden, der mit ihm... irgendwas macht, weil er mit den Jugendlichen selbst ja nicht so ganz in Bezug kommt oder die sich von ihm auch genervt fühlen, weil er eher so ein kindliches... ein sehr verspieltes Verhalten hat jetzt für seinen Alltag. Am Donnerstag lief es soweit eigentlich gut, aber am Abend ging es dann los, dass er... sich um 21 uhr unerlaubt sechs eiskugeln gekauft hat und dann völlig überzuckert war und dann Und dann ging ja das Schweiz-gegen-Bosnienspiel, lief ja und alle saßen da im Restaurant und da war gut dann eben dort grenzüberschreitend. dass er sich zum Konflikt mit anderen Mitschülern kommt und dass er sich beim Tor von der Schweiz vor den Fernseher stellt und fragt, ob ihn jemand den Fuß verarzten könnte. und alle regen sich natürlich auch weil er sich dann so davor stellt aber der fuß war nie thema von ihm also das hat sich offenbar einfach so, wie soll ich sagen, aus der Nase gezogen. Ja, er hat dann immer wieder lautstark seine Meinung herumgeschrien dort im Restaurant, also hat sich da absolut nicht adäquat verhalten können und hat dann immer wieder die Aufmerksamkeit aufgenommen. sich gezogen und Anweisung, dass er jetzt da bitte aufhören sollte und dass er sich bitte jetzt hinsetzt, vom Sozialpädagogen, das konnte er nicht annehmen. und findet alle möglichen gründe warum er dann nicht ins bett kann und also wir haben ja wir waren im camping auf dem campingplatz das heißt Es ist eine sensible Situation, wenn du dann abends nach 10 Uhr da noch herläufst und er war laut, wollte nicht ins Zelt, wollte dann draußen schlafen, schreit auf dem Camping. rum und es gäbe jetzt irgendwie eine spinne im zelt und dann war irgendeine verletzung also es gab zig sachen kamen da wohl nicht zur ruhe Und dann am Freitag, Abreisetag, das war jetzt auch ein Zeitpunkt, wo es halt schwierig war, am Donnerstagabend dann zu sagen, jetzt fahren wir dich nach Hause. Das Lager war ja eigentlich schon vorbei, morgens, wohl am Freitag, als er dann aus dem Zelt kam, war ja eigentlich sofort auch schon auffällig. hinterher geranderte entgejagt hat die ganze woche immer wieder gemacht dass er irgendwie die enten jagen musste er wollte dann auch nicht essen Und erst nach mehrmaligen Bitten und Betteln hat er dann doch was gegessen. Dann wollte er das Medikament nicht nehmen. Er muss jeden Morgen Medikament nehmen. ADHS Medikament ist das, ich weiß nicht genau, Ritalin, ist das Ritalin? Ja. Genau, irgendwann hat das dann doch genommen. aber er hat gedroht wenn er das medikament jetzt nimmt dann entschuldige ich hab jetzt das überschwungen vorher die wandlung habe ich übersprungen ja entschuldigung da springe ich kurz zurück bei der wanderung und am tag vorher Lief es erst soweit gut, aber irgendwann konnte er auch, wie er den Berg runtergelaufen ist, die anderen genervt, hat sich vom Weg etwas abseits bewegt. Und da konnte er die Anweisung vom Sozialpädagogen auch nicht annehmen und hat dann eigentlich mit einem dicken Stein in der Hand gedroht, ja, ich werfe den. Es sei denn, mein Kompromiss wird angenommen oder wir machen das jetzt so, wie wir das machen. Es kam dann dazu, dass dann eigentlich die Lehrpersonen gerufen werden mussten, weil er war in dem Moment... Die Lehrpersonen waren weiter hinten und dann haben die Lehrpersonen übernommen und dann haben wir das besprochen, ihnen eine extra Lösung ermöglicht und dann hat er sich damit irgendwie... zurechtfinden können. Aber das Schwerwiegende war eigentlich die Drohung mit dem Stein. Ich springe wieder zur Abreise. Das Medikament wollte er nicht nehmen. Und hat dann gedroht, wenn er das Medikament nimmt, dann wird der Gruppe die Heimreise zur Hölle machen. Ja, und dann fing es an, dass sich immer wieder grenzüberschreitend verhalten hat, also stellt sich in den Weg. tritt bedrohlich auf gegenüber Erwachsenen, sodass sich andere Erwachsene dazwischenstellen müssen, stellt irgendwelche Forderungen, hilft überhaupt nicht mit beim Abbauen, verzögert die Augen. Aufräumarbeiten mit dem Verhalten, wirft mit Sand in die Luft, dass Sachen sich verdreckt sind von anderen Schülern. Dann mit der Wasserpistole macht er Sachen nass, die dann nass einsortiert werden müssen. Immer wieder Diskussionen mit den Erwachsenen.

Spontanerzählung

Bettina

10:33

Dann muss man langsam zum Abschluss kommen, so dass du vielleicht

Sebastian

10:39

die

Bettina

10:40

wichtigsten Punkte nochmals...

Sebastian

10:43

Ja, das geht jetzt eine ganze Weile noch so weiter, bis das hier geht. Das geht den ganzen Nachmittag eher so weiter. Vielleicht noch in der Schule haben wir im Moment eigentlich eine gute... lösung mit der auszeit das was beim lager schwieriger funktioniert hat das heißt er kann sich eine auszeit nehmen oder er bekommt eine auszeit und die kann er zwar nicht so gut annehmen wenn er sie bekommt Aber in der Regel schafft es dann raus und nach 15 oder 15 Minuten zurückzukommen und dann wieder einen Fokus zu haben. Das ist noch eine Beobachtung. Ich denke, dass jetzt die Lagerbeschreibung deutlich macht, in welchem Fahrwasser wir uns immer wieder auch auf der Wohngruppe befinden. Aber so massiv jetzt von der Schule habe ich das noch nie erlebt eigentlich mit ihm. in so einer Konzentration jeden Tag, das kenne ich so vom Schulsystem, wo man eine klare Struktur so hat. Nicht so heftig.

Bettina

11:42

Vielen Dank, Sebastian, für diese Schilderung. Gibt es bei euch jetzt, bevor wir die Schlüsselfrage oder den Schlüsselanliegen miteinander klären, gibt es Verständnisfragen, also etwas, was ihr jetzt noch wissen müsstet, um so weitergehen zu können. Das scheint nicht der Fall zu sein. Du konntest die wesentlichen Punkte einbringen. Jetzt Sebastian, was ist dein... Anliegen an die Gruppe und die Beratungssequenz heute, was möchtest du von deinen Kolleginnen und Kollegen als Schlüsselfrage geklärt haben heute?

Sebastian

12:20

Ja, die Frage stellt sich, jetzt in dem Lager war eigentlich das Einzige, was funktioniert hat, war die Androhung mit der Mutter zu telefonieren und Ausschluss aus dem Lager und das wollte er absolut nicht. Aber es musste immer erst zu diesem Punkt kommen, bis so viel passiert ist, dass wir das aussprechen mussten. Und die Frage ist ja, gibt es denn da einen anderen Weg, dass das nicht erst so weit kommen muss? Also was könnte ihn dazu bringen, dass er sich selber... so weit reguliert, dass er nicht erst durch solche massiven Konsequenzen dann eigentlich zur Vernunft gebracht werden kann, die ja dann auch nicht funktioniert haben, weil am Donnerstagabend war es ihnen ja dann offenbar, egal wo auf der Heimreise und dann wird auch mal richtig Gas geben. Also

Bettina

13:10

was möchte passieren, dass Julien quasi bevor es zur Drohung kommt, irgendwie alles...

Sebastian

13:19

Also bevor es so einer... Konsequenz kommt zum Ausschluss von einem Lager oder Aufenthalt an einem bestimmten Ort, sei es Wohnung oder wo auch immer. Was müsste die Intervention sein der Erwachsenen oder was müssten wir Julian beibringen, damit er... damit es nicht zu diesem Punkt kommt. Weil unser Ziel ist ja, dass er hier aktiv an dem Programm teilnehmen kann, ohne dass er nach Hause geschickt wird.

Schlüsselfrage

Bettina

13:53

ich versuche mal noch wir können gerne wieder zurück auf dieses anding versucht noch ein bisschen zu Warten oder von der anderen Richtung anzuschauen, vielleicht könnte das auch öffnend sein. Es geht auch darum, warum Julien in diesen Momenten so weit geht, bis es zur Ruhe kommt. das für ihn für eine Funktion haben könnte,

Sebastian

14:18

könnte auch

Bettina

14:19

das eine interessante Frage sein. Ich stelle es zur Verfügung.

Sebastian

14:25

Ich denke schon, vielleicht hilft das Verständnis, warum macht er das überhaupt, warum muss er so viel tun, warum geht er bis zu dieser letzten Grenze und darüber hinaus. Dann wären es zwei Fragestellungen eigentlich.

Bettina

14:43

Oder diese zuerst und dann am nächsten Schritt. es heute noch schaffen so was wären dann die intentionen das wäre das eine variante das wird die voranstellen?

Sebastian

15:00

Ja, für mich wäre das gut.

Bettina

15:03

Also die Frage, warum macht er das? Warum muss er immer wieder so weit gehen, bis es zur Androhung der Konsequenz kommt? flaps ja das

Sebastian

15:19

doch so können wir das formulieren

Bettina

15:26

Jetzt habt ihr das Anliegen, die Schlüsselfrage gehört von Sebastian. möchte gerne öffnen, an alle Beraterinnen und Berater, aber auch an dich. Was denkt ihr, mit welcher? Methode, oder ja, würden wir uns dieser Frage annähern können? Was könnt ihr euch vorstellen?

Sebastian

15:51

Da darf ich auch mitmachen? Ja.

Thomas

15:57

Ich finde, Hypothesenentwicklung könnte eine Methode sein. Okay.

Bettina

16:15

Weiter mit dir in oder in dir?

Sebastian

16:29

Ich glaube, passen die hier, oder? Ja, die auch

Thomas

16:32

für eine Frage.

Bettina

16:35

Ja, genau. Eigentlich alle ähnliche wie die Hypothesen, aber andere haben ganz wenig. Ich denke, auch in diese Richtung könnte passen. Mit jeder muss es anfangen. Ja, ich auch. Und ich habe mich noch gefragt, wenn man die Kopfstand-Methode wählt. Dann stellt sich die Frage, dann könnten wir beantworten, was wir. tun oder dann geht es wie schon wieder weiter was wir tun können das ist ja dann mehr von außen Genau, die würde eher ein bisschen zu deiner ursprünglichen Frage passen. Könnt ihr vielleicht in einer nächsten, oder da kommen wir heute noch dazu, aber in einer nächsten Sequenz. Ja, also diese Warum-Frage, könnte tatsächlich die Hypothesen oder die Fragen sich am besten eignen dafür. Habt ihr Lust auf Hypothesen? Ja. Gut.

Methodenwahl

Sprecher 6

17:36

Dann,

Bettina

17:38

dazu, also ich nochmals kurz, jetzt sind wir in der Hypothesenbildung und da dürft ihr hier klicken. Also traut euch auch zu sagen, was vielleicht, also sagen wir, nee, das kann nicht sein, aber es geht hier. ums Öffnen. Die Hypothesen haben ja den Vorteil, dass man die nicht, die kann man auch wieder verwerfen nachher, aber wichtig, also schön wäre es, wenn man die ziemlich frei und sehr kreativ ist. auch bringen würde ich sagen würde ich bitten sich dich ein bisschen zurückzulehnen du darfst jetzt zu hören Aufnehmen, was du hörst und wir oder ihr sprecht zueinander, am besten nicht zu Sebastian, da fällt es ihm vielleicht leichter nicht zu reagieren. so einfach also welche hypothesen habt ihr warum julian immer wieder diesen weg machen muss bis hin zu androhung von konsequenten

Fiona

18:43

Also mir fällt da spontan ein, dass er hat noch zwei Geschwister und dass er es vielleicht einfach die letzten Jahre nur so von zu Hause. Hause Aufmerksamkeit bekommen hat, indem er an die Grenzen gegangen ist und also bis zur Androhung, dass du musst jetzt ins Zimmer oder so. Oder was auch immer.

Gorin

19:10

Für mich zeigt er, also von den Erzählungen von Sebastian ein, Berechnendes Verhalten. Er kann gut steuern, bis wohin das er geht, bis zur Androhung und dann kann er sein Verhalten anpassen. Vielleicht ist es auch ein Testen der Beziehung, wie weit kann ich gehen, wo werde ich fallen gelassen, wo werde ich vielleicht auch bestätigt. gewissen Erlebnissen, die er von früher hat. Ja, für mich ist es ein Beziehungstesten. Könnte sein.

Bettina

19:49

Genau, es hilft da, wenn wir jetzt weiter denken. Könnte es sein, dass, oder vielleicht ist, oder ist, möglicherweise... Ich könnte mir vorstellen, dass er auf einen engen Rahmen angewiesen ist. ist und verloren ist, wenn er den nicht bekommt und dann keine Grenzen mehr akzeptieren oder annehmen kann.

Thomas

20:23

Mein Eindruck ist, dass eben diese Aufmerksamkeit, die er da gewinnt, auch wenn es eine negative ist. unglaublich viel wert sein muss, weil er ja einen wahnsinnigen Aufwand betreibt, um die zu bekommen. Also, ich stelle mir das so anstrengend vor, so ein Team den ganzen Tag im Trab zu halten mit Provokationen und Grenzüberschreiten. Er muss viel davon haben, dass er den Aufwand betreibt.

Bettina

21:02

Das könntest du dir vorstellen, oder hast du die Hypothesen bei dir dazu, was ihr dann davon haben könnt. diesem Gewinn oder was könnte das sein?

Thomas

21:15

Vielleicht ist es eine sehr exklusive Aufmerksamkeit im Sinn von... Durch das, wodurch Erde auffällt, fällt niemand anders auf. Und um niemand anders kümmert man sich dann vielleicht auch so. Also ja, Exklusivität könnte es sein.

Bettina

21:33

Wobei, wenn ich das so höre, glaube ich nicht, dass er wählt. Ich glaube, er kennt nur diese negative Aufmerksamkeit. Ich glaube nicht, dass er, also wie wir gehört haben, kann er ja auch nicht auf andere Jugendliche adäquat zugehen oder reagieren, deshalb könnte ich mir vorstellen, dass er. gar nicht weiss, was er anders machen könnte oder noch nicht die Erfahrung gemacht hat, dass man auch anders zu Aufmerksamkeit kommt. Und ich glaube, Aufmerksamkeit oder in Beziehung treten ist die Grundlage. Ich glaube, das ist bei den meisten gewollt, auf die eine oder andere Art. Also deine Hypothese dahinter wäre, Juliet kennt keinen anderen Weg als diesen. Also mir ist jetzt auch,

Beratung

Fiona

22:22

er ist sehr berechnend, aber vielleicht Ist dieses Verhalten für ihn einfach normal? Das könnte eine Hypothese sein, also eben erst nicht anders gelernt hat. Und obwohl er sehr berechnend ist, kann es trotzdem sein, dass für ihn das völlig normal ist. Das Extreme, dass immer laut, viel, schnell, alles, also ja.

Bettina

22:53

Ja, und ich denke, er versucht es ja dann, wenn man gehört hat, dann kommt er ja mit körperlichen Problemen. Ich nehme an, dort hat er gelernt, wenn ich etwas habe, dann... bin ich berechtigt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Und das ist wahrscheinlich auch ein Weg, wie er versucht, in Kontakt zu treten und Aufmerksamkeit zu bekommen.

Thomas

23:16

Ich könnte mir vorstellen, dass er ein sehr hohes Bedürfnis nach Kontrolle hat. Im Sinn von, er will kontrollieren, was jetzt als nächstes passiert, wenn ihr ihm was angeboten Dann hat er sich ja nicht beruhigt, sondern dann hat er im nächsten Moment wieder opponiert und was anderes verlangt. Das wäre meine Hypothese, er will steuern, was ihr macht. Und wenn ihr es macht, dann will er steuern, dass ihr jetzt was anderes macht.

Bettina

23:49

und dann weiter gedacht könnte Kontrolle auch Sicherheit bedeuten und dann wären wir wieder bei dir Bei den Grenzen und der Sicherheit ja so. Für mein Verständnis noch, also diese Grenzen der Sicherheit, die er sucht, die Hypothese dahinter ist, die kriegt er über diese Konsequenzen. Nein, über das Kontrollieren. Also das Kontrollieren wollen und Kontrolle gibt dann Sicherheit. Also es ist nicht die Ansage einer ganz konkreten Drohung, ich versuche noch zu verstehen. Die Ansage der ganz konkreten Drohngieher auch irgendwie eine Sicherheit oder eine Klarheit geben könnte, das ist nicht das, sondern eher das Kontrollieren des... Behaltens der Erwachsenen so. Vielleicht, ja.

Sprecher 7

24:53

es könnte auch sein ich weiß und julian dass er nicht viel andere orte sieht in sein privaten also viel zu hause ist ihr seid nach ins design gegangen das ist Es ist im Fremd die Hitze, das Klima, der Zeltplatz, das könnte alles Neun sein, die fehlende Struktur, das könnte eine... Hypothese sein, dass er dieses Verhalten gezeigt hat, eine Überforderung. Und schon, ja, ein Kontrollverlust, jetzt ist der neue Ort, den kenne ich nicht, ich weiss nicht wo, wie was ist. Und mit diesem bestimmenden, ich möchte das und das und das, schreit er nach Struktur. Oder fordert diese ein?

Bettina

25:50

Also die Überforderung muss dazu... dass er das wieder in einen kontrollierbaren Rahmen bringt. Weitere Hypothesen, vielleicht ganz in eine neue Richtung noch, sucht mal noch. wegzudenken.

Thomas

26:27

Unsere Hypothesen haben ja was zu tun mit seinen Erfahrungen, die er in seinem Leben gemacht hat. Dann schauen wir immer, was hat sein Elternhaus damit zu tun, was haben die Eltern, die ich jetzt als emotional sehr, sehr kalt ihm gegenüber. Erlebt, was hat es damit zu tun? Und wenn wir eine Hypothese haben, ja, er sucht Aufmerksamkeit und gleichzeitig... ist er immer in der Lage, einen gewissen Level zu halten. Also er hält einen Level außerhalb unserer Grenze, also er überschreitet unsere Grenzen, aber er überschreitet sie. immer nur in einem bestimmten Intervall. Er geht nicht höher, also wir rufen weder die Polizei noch rufen wir die Eltern oder sowas. Beruf nicht der Amtsarzt. Also er bewegt sich in dem Rahmen. Und wenn jetzt eine These ist, er kriegt damit Aufmerksamkeit, dann frage ich mich, hat es früher... so funktioniert konnte, waren seine Eltern tatsächlich auch so zuverlässig dann in ihren Reaktionen, dass er das so steuern konnte, dass er in so einem Range drin bleiben konnte und dann hat er immer diese, von mir aus eben dann negative, aber dann hat er diese negative Aufmerksamkeit bekommen und zwar in dem dosierbaren Maße. Bei uns Das ist Professionalität, dass wir zuverlässig reagieren, dass wir wegen irgendwas jetzt nicht einfach die Polizei rufen oder den Amensarzt. Aber bei den Eltern bin ich erstaunt, dass, wenn das meine Hypothese ist, konnte das, dann... Da erstaunt mich das, frage ich mich, wie hat das funktioniert oder hat es funktioniert?

Bettina

28:32

Das sind schon bald so, also diese kurze Beratungssequenz geht eigentlich schon dem Ende zu. Wir haben ein bisschen Zeit gespart in dieser Fall. Ich habe noch Zeit, euch nochmals kurz den Gedanken ganz zu öffnen. Wildes, anderes vielleicht kommt gerade noch jetzt in der Seite angeregt, auf der Hypothesenbildung, was könnte noch. sein. Ja, man könnte noch das Gegenteil anschauen, wenn wir, jetzt sind wir oft davon ausgegangen, dass wir die Aufmerksamkeit wählen. es gibt aber auch jugendliche und vielleicht gehörte auch da dazu die Und auch gar nicht das Bedürfnis haben, sich mit anderen Jugendlichen zu verstehen oder in Kontakt zu kommen. Das Gegenteil. Also die Hypothese wäre, er möchte das nicht und tut alles dafür, um nicht... in gute Beziehungen... Nein, aber es ist ihm nicht so wichtig und man kann dann, weil dann sind wir wieder bei diesen Diskussionen, man kann ja endlos diskutieren. Aber das ist bei ihm immer auf dieser Sachebene, er geht nicht auf die Beziehungsebene. Also vielleicht kann man auch über diese... Manchmal habe ich das Gefühl, ihm fehlt eben diese Vorstellung von Beziehungsgestaltung. Und das ist deshalb, dass man ihm auch nicht sagen kann, du störst die anderen, weil ihm die anderen dann egal sind.

Thomas

30:15

Also wir haben ja manchmal sehr auffälliges Verhalten. Und stellen dann plötzlich fest, so dann als Hypothese wiederum, es kann auch ein Ableckungsmanöver sein. Also wir hatten mal ein Mädchen... Die hat nur Englisch mit uns geredet und wir sind wie die Deppen, haben wir uns darauf konzentriert, dass die Deutsch redet und eigentlich hat sie ganz andere Probleme gehabt, oder? Also gibt dem Affen Zucker, also er könnte uns damit auch beschäftigen und von ganz anderen Dingen ablenken.

Gorin

30:50

Ich kann mir vorstellen, dass die familiäre Situation, also wir wissen ja, das ist wahrscheinlich schwierig, es wird auch kalt, aber es könnte auch passieren. sein, dass da noch andere Dinge abgehen. Er beschreibt seine Familie, also sein Elternhaus, es ist so schön, alles ist gut zu Hause, habe ich keine Probleme. wie du sagst, es könnte von irgendetwas gröberem Ablenkungsmanöver sein.

Thomas

31:34

Also, man könnte sich ja fragen, wieso ist die ultimative Drohung, die man ihm gegenüber aussprechen kann. Wir informieren die Mami. Was hat das zu bedeuten?

Bettina

31:45

Was wäre deine Idee dazu? Ja.

Thomas

31:54

Also, die Hypothese wäre... Das muss ja wirklich was furchtbares sein, wenn was Mami informiert.

Bettina

32:17

Das ist der andere, ich merke gerade, wir sind da so einen Schritt tiefer gegangen. Sorry für Kai, ich habe noch zwei Minuten. Diese Hypothese, das muss was ganz Schreckliches sein, wenn man Mami... Informiert. Gibt es da noch Hypothesen dazu, warum das so sein könnte? Also Ich gehe bei dieser Hypothese nicht ganz mit, weil ich die Mutter als Ressource erlebe, also nicht nur als Dron, wir können auch noch sagen, ruft deine Mutter an und dann ist er im Zimmer und kommt wieder geerdet zurück. Ich glaube nicht, dass, also wenn wir jetzt von etwas Schlimmem sprechen, ich glaube, es hat bei ihm, er übernimmt. Also es findet so eine Parentifizierung statt, also er übernimmt viel, ich glaube es geht ihm mehr darum, dass er nicht... dass er die Mutter schützen will. Das ist meine Hypothese. Aber das könnt ihr auch, ich bringe mal die zwei Hypothese zusammen, also dieses O-schräg. Die Mutter wird involviert, würde ja heißen, die Mutter ist aus Sicht von Schulen belastet. Und da war, so wie ich Sie verstanden habe, die Hypothese, die Rolle ist eher umgekehrt. Vielleicht sind diese zwei Hypothesen doch ein Zusammenhang. Vielen Dank. Dann würde ich in die nächste Phase überleiten. Vielen Dank fürs Öffnen. Zu dir, Sebastian. Jetzt mal in Bezug auf die Frage, die wir ausgewählt haben, zuerst einmal, was ist bei dir so? Was hat resoniert? Was könntest du dir vorstellen mitzunehmen? Zu diesem Warum tut dir das?

Sebastian

34:31

Ja, also, ähm, ähm, dieses... Das Interessante ist ja, dass der Julian noch im Verhältnis zu anderen Schülern sehr reflektiert ist. wo ich mich mal frage, der kann so gut sagen hinter was nicht gut gelaufen ist und allgemein so wie er über die Dinge nachdenkt und auch zu Problemen auch stehen kann hinterher, empfinde ich ihn immer wieder als sehr ehrlich, wo ich denke, wow, okay, wie kommt denn das jetzt? Aber dann eben... Auf der anderen Seite dieses berechnende Verhalten, wo ich denke, wie viel Absicht steckt jetzt dahinter? Das ist für mich jetzt nochmal so aufgegangen. Hat er das wirklich nicht im Griff oder ist er wirklich ein Ziel dahinter im Sinne, ich möchte damit etwas erreichen? Ich komme da jetzt noch nicht weiter, aber es steht irgendwie, ja, das...

Bettina

35:34

Es würde einen Unterschied machen, oder? Es sind so wie zwei...

Sebastian

35:37

Ja, also warum so reflektiert und doch so wenig, also sein Verhalten ist ja nicht emotional ausbrechend, sondern eben dieses Berechnete, noch ein Stückchen und noch ein Stückchen. und dann kann ich hier noch ein bisschen klopfen ja das das kann ich nur als frage wieder formulieren nicht als erkenntnis aber als zentralen punkt Dann diese Angst, das habe ich jetzt so rausgehört, wurden Eltern sehr kalt oder wir hatten auch so eine Situation, wo er abgeholt worden ist von den Eltern. wo dann doch ziemlich barsch mit ihm umgegangen ist, also ob da wie eine Angst ist vor den Eltern oder vor der Mutter oder vor dem Vater, weil wir nicht genau, wir wissen nicht genau, was passiert dann zu Hause. Ja, also er zeigt auch immer wieder sehr starke Versagensängste, auch in der Schule. Also er fragt ja immer wieder, ob er etwas richtig gemacht hat oder ob das jetzt gut ist. Und das in einem übertriebenen Sinn auch wieder. Reicht das jetzt? Und er braucht dann immer wieder eine Bestätigung. einen engen Rahmen, dass er weiß, ja, das ist jetzt in Ordnung, oder? Du musst ja jetzt nicht nochmal nachfragen. Oder manchmal muss ich sagen, du, das ist okay, aber du musst dich jede zwei Minuten jetzt fragen, ob das jetzt auch gut ist. und und das kommt häufig nach so phasen wo es so schief gelaufen ist dann brauche ganz viel habe ich das jetzt richtig gemacht ist das jetzt gut was sich wieder mit dem deckt, dass er einen ganz engen Rahmen braucht und immer wieder die Grenzen spüren kann. Was wir auch, ja das wurde mir dann auch nochmal bewusst, was du gesagt hast, ist eben völlig neu und er hat mir gesagt, wir waren noch nie im Ausland oder wir waren das erste Mal in Italien, das fand er total spannend. oder zelten war auch das erste mal so da frei im himmel und so und eine nacht draußen das fand er total toll hat super geschlafen wohl auch aber es ist schon etwas wo plötzlich alles weiter aufgeht. Und die Mutter hat ja gesagt, sie möchte nicht, dass er mit ins Lager kommt, weil sie das schon befürchtet hat. Also sie hat das wohl so kommen sehen. Ja, dass er nicht beziehungsfähig oder keine Beziehung aufbauen kann, also er hat auch sehr gute Sequenzen. gehabt mit dem aneinander beispielsweise wo die die ganze nachmittag schön rum gealbert haben also wo ich sagen ja eine beziehung kann er schon kann er schon aufbauen und auch Mit ihm unterwegs zu sein kann auch sehr schön sein, weil er hat spannende Ideen und man kann auch über Dinge sehr interessant sprechen. Aber eine Beziehung zu halten wäre dann noch mal was anderes, oder? Also erst kurzfristig und dann überbordet es wieder. eine eine engere beziehung über eine längere zeit oder so und das passt ja auch wieder dazu dass er auch zu hause eigentlich keine freunde hat so erst ziemlich allein in der hinsicht Die Mutter erfahre ich auch als Ressource, dass sie ihn gut stabilisieren kann. Aber eben, was da sonst noch läuft, also sie hat diese Einwirkung, aber ich frage mich eben, ob er die Einwirkung nicht auch einfach, dass er sehr viel Angst hat davor, wenn sie dann mal wütend wird. und dass er das unbedingt vermeiden muss. Und deswegen sehr viel positive Verstärkung eigentlich braucht. Und was mir noch so gekommen ist, so mangelnder Selbstwert im Untergeschoss, wo ich merke, er ist, glaube ich, total... unsicher, was kann ich eigentlich, obwohl es so offensichtlich ist, dass er viel kann, er ist sehr ein intelligenter Bursche und er hat auch gemacht. Toll, also schulisch super macht er das, oder? Aber dieser mangelnde Selbstwert, dass das eben vielleicht zu dieser übermäßigen... Aufmerksamkeitssaugen kommen, sei es negativ oder positiv und das irgendwie nicht balanciert. Dazwischen ist es schwierig, also Hauptsache es gibt Aufmerksamkeit. Und so kommt er ja auch in die Klasse, dann ist es meist wie ein Elefant im Porzellanladen und dann muss er halt nochmal raus und nochmal leise reinkommen, weil er dann schon gar nicht merkt, alle sind am stillen. arbeiten und er erzählt und er sieht nur sich selbst. Also er spürt dann häufig nicht die Beziehungen, die drumherum sind. Ja, also ich wühle mich ein bisschen durch diese... Ja, ja, also

Abschluss

Bettina

40:08

ich nehme es so wahr, es hat so doch einiges jetzt noch... mal angeregt vielleicht zum ein bisschen noch abrunden versuche ich jetzt nochmals den schlenker so ganz am anfang stand bei dir die frage was wir müssten die was mit Müssten die Interventionen sein oder wie müssten die sein? Aus diesem Öffnen und nochmals so ganz verschiedene Pole, was du gehört hast. Gibt es etwas, wo du sagst, okay, da ist mir gerade jetzt eine Idee gekommen, was könnte eine Intervention sein, die ich mal versuchen könnte? Wenn nicht, ist es auch okay. Also braucht vielleicht auch noch ein bisschen Zeit jetzt.

Sebastian

40:50

Mir ist noch die Frage nach der Therapie. Wir hatten ja darüber gesprochen. die externen Therapie wieder der Stand der Dinge ist. Das ist mir jetzt eigentlich bewusst geworden, dass mir das nicht ganz klar ist, weil sie haben sich lange davor gewehrt und nach dem Vorfall hier. Das muss jetzt durchgesetzt werden und dann war das auch gegleist, aber ich weiß nicht, ob es sich jetzt wirklich umgesetzt hat. Also, ob das läuft. Nächsten Dienstag. Nächsten Dienstag. Weil das dachte ich noch, dass es noch eine externe Person gibt, die mit ihm Beziehungen aufbauen kann. Weil Beziehungsarbeit ist absolut wichtig, das merke ich schon. Also über Beziehung kann man doch immer wieder regulieren. Ich muss immer über Verständnis kommen, wenn er merkt, ich mache ein zu schnelles Urteil, was er gerade fährt. Ich muss mit Verständnis... kommen und dann, dass er es auch nachvollziehen kann. Er hat ein ganz hohes Gerechtigkeitsbewusstsein irgendwie. Es muss alles gerecht sein. Für ihn gerecht sein.

Thomas

41:45

Aber das ist nicht, das verstehen wir ganz oft falsch, glaube ich. Das ist nicht

Sebastian

41:50

Gerechtigkeitsbewusstsein, das ist. Jaja, also er, er für ihn ist das, muss das gerecht sein, aber von außen... Außen kann das völlig anders gerecht sein, aber genau.

Bettina

42:01

Aber du würdest noch mal sagen, das, was sich bei dir vielleicht ein bisschen noch geöffnet hat oder verschiedene, das würde passen. Oder könnte passend zu dieser Intervention, wenn ich es richtig verstanden habe, die jetzt läuft, der externen Person. Mal da gut hinzuschauen, ob das vielleicht einen nächsten Schritt machen könnte.

Sebastian

42:21

bisschen die Rolle der Mutter ablösen kann, weil das war immer die Argumentation, die Mutter übernimmt das und vielleicht braucht er das, um sich da vielleicht auch aus diesem Mutter-Kind-Verhältnis ein bisschen zu lösen. Und aus dieser Struktur, weil hier bekommt er ja von allen Seiten immer wieder die Beratung eigentlich, die er braucht, denke ich. Also es hat für mich eigentlich, unterstreicht es das nochmal, weil ja, was ist das tiefere psychologische Problem, also was ist das jetzt? worauf zielt das im untergeschoss und dann am selbstwert ich denke das auf jeden fall thema dass das du die ganze zeit aufmerksamkeit ziehen muss das das ist aus dem mangel heraus aber Aber positive Verstärkung und all diese Dinge bekommt er ja schon in seinem Umfeld. Das hat er in diesem Setting ja schon, weil er macht ja vieles auch gut. Ja, aber trotzdem haben wir ja auch nicht ständig so wie in einem Lager jetzt, aber es kommt dann doch irgendwie alle paar Monate ist dann so. So eine Geschichte, wo er in diesen Kreislauf kommt und das haben wir seit Jahren, also in der Hinsicht hat sich da noch nicht etwas stabilisiert. Ich würde sagen, mit der Auszeit schon in der Schule, wo wir sagen können, ja. Und da übernimmt der Verantwortung, geht raus, reguliert sich und kommt wieder rein. Das ist ein super Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht braucht das auch einfach nur noch Zeit, dieses Verständnis. regulieren.

Bettina

43:50

Dürfen wir dich, darf ich euch, dich als Fallangeber, euch als Team So mal mit dieser Öffnung jetzt erst mal, ohne die Lesung zusammen, weiterziehen lassen. Dann würde ich die kollegiale Beratung in diesem Sinn schließen und Aber gerade eigentlich nahtlos übergehen zu dir, Nadine, du hast den Prozess beobachtet und vielleicht kannst du da noch so... Oder das Team mitnehmen, vielleicht gibt es da auch noch was, das Sie jetzt noch mitnehmen können auf der Prozessebene. Ich habe den Prozess beobachtet, das heisst, wie habt ihr die Rollen eingehalten, wie sind die Phasen. durchlaufen worden. Hinsichtlich der Rollen habe ich den Eindruck, dass alle ihre Rolle so wahrgenommen haben, niemand aus der Rolle. raus geraten ist hinsichtlich der phasen da hast du bettina das ja auch schon erkannt dass zu beginn die Phasen sehr schnell durchlaufen worden sind und dass die Zeit dann auch gut für die weiteren Phasen aufgewendet werden konnte. Ich glaube, aus meiner beobachtenden Sicht war das sicherlich sinnvoll, diese aufgesparte Zeit dann. im späteren Verlauf zu nutzen, sodass es doch in einer angemessenen Zeit die Beratung durchgeführt werden konnte. Vom Redeanteil habe ich den Eindruck, dass es ganz ausgeglichen war. die Möglichkeit, etwas zu sagen. Ich glaube, für ein nächstes Mal auch hinsichtlich Kai. können wir die Zeitmarkierung auch deutlich machen für das ganze Team, also verbal aussprechen, das wäre sicher. auch noch sinnvoll, um den Prozess noch nachvollziehbar zu machen. Phasen, auch für alle anderen.

Fiona

46:10

Gibt es auf der Prozessebene sonst? du das Team noch kannst, du magst ein Team, du es mitgeben magst.

Bettina

46:21

Was mir gefallen hat und was ich denke war sicher ein grosser Mehrwert, zu Beginn hat jeder seine Hypothese relativ isoliert geäussert. Und dann seid ihr in einen Prozess des Aufeinanderbeziehens gekommen. Also eine Hypothese hat etwas ausgelöst, wurde ausgeführt, nochmals vertieft. Gewisse Aspekte wurden aufgenommen und ich glaube, das hat auch zu dieser Vielfalt schlussendlich sehr einen großen... Beitrag geleistet, dass am Schluss viele Hypothesen und mögliche Erklärungen für das Verhalten von Julian auf dem Tisch lagen. und diese auch in Verbindung standen und nicht mehr nur isoliert. Vielen Dank, Nadine, für diesen neuen Blick. Dann schalten wir Kai aus.

Teilnehmende

Bettina • Moderator:in

Sebastian • Fallerzähler:in

Fiona • Zeitwächter:in

Thomas • Berater:in

Gorin • Berater:in

Sprecher 6 •

Sprecher 7 • Berater:in

Phase:

Abschluss